Organisatorisches für Studierende |
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Hausarbeiten
Einige
vage Richtlinien für das Verfassen und die Beurteilung von Seminararbeiten
Es hat sich herausgestellt, dass es sich empfiehlt, die Seminararbeiten möglichst
zeitnah zum betreffenden Seminar zu verfassen. Im Prinzip sind spätere Abgabetermine
zulässig, es besteht jedoch das Risiko, den Themenzusammenhang neu erarbeiten
zu müssen. Des Weiteren empfiehlt es sich im Allgemeinen aber im Besonderen
für diejenigen, die eine Seminararbeit verfassen möchten, regelmäßig am Seminar
teilzunehmen und die entsprechenden Texte gelesen zu haben, da - mutmaßlich
- ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen den Teilen/Teildiskussionen/Teilgebieten
eines Seminars besteht und das Auslassen entsprechender Teile zu entsprechenden
Lücken und Fehlern in Seminararbeiten führt. Seminararbeiten sind
(auch) in ausgedruckter Form (nicht nur als Datei) einzureichen.
Notiz zu Handouts
In
einer Reihe von Seminaren ist es eine Bedingung für den Erwerb eines Leistungs-
oder eines Beteiligungsnachweises, dass man sich an der Vorbereitung einer
Sitzung beteiligt bzw. diese übernimmt (die Vorbereitungsgruppe also aus nur
einer Person besteht).
Eine Vorbereitungsgruppe soll nicht
einen Text oder ähnliches vortragen, sondern:
ein Thesenpapier/Handout vorlegen, in dem
die wesentlichen Aspekte des jeweiligen Sachproblems oder Argumente einer jeweiligen Kontroverse oder Theorie deutlich dargestellt werden,
evtl. bei der Bearbeitung sich ergebende Klärungen aufgeführt sind (theoriespezifische Begriffe, Hintergrund ...),
Unklarheiten/Schwierigkeiten artikuliert werden, die in der Sitzung zu klären wären,
evtl. weitere Thesen/Einwände zu den vorgestellten Argumenten und Analysen zur Diskussion gestellt werden;
dieses Papier – als Stichwortgeber – anmoderieren;
bezüglich des bearbeiteten Themas als Spezialistenteam ansprechbar sein;
sich bezüglich des Thesenpapiers/Handouts und dessen Länge bzw. Detailberücksichtigung daran orientieren, dieses in einer Seminarsitzung behandeln zu können.
Englisch als Wissenschaftssprache
Englisch hat sich als internationale Wissenschaftssprache etabliert. Studierende sollten auf jeden Fall in der Lage sein, englische Fachliteratur zu verstehen, da die zugrundegelegten Texte - gerade in der Analytischen Philosophie - oft in Englisch sind. Als Übung für wissenschaftliche Publikationen oder Vorträge hilft es sicher, Arbeiten in Englisch zu schreiben und/oder Referate in Englisch zu halten, wobei keines von beiden erwartet wird. Übung schadet auf keinen Fall! Für eine wissenschaftliche Weltsprache sind Akzente irrelevant, ebenso kommt es auf eine wissenschaftliche Darstellung an, nicht auf einen literarischen Stil. Englisch interessiert hier allein als lingua franca der Wissenschaft, nicht weil die Sprache selbst, ihre Literatur oder die Geschichte ihrer Heimatländer ansonsten irgendwie wichtiger/besser/spannender/schöner wäre als die anderer Weltregionen.
Sprechstunden
Im Semester nach Vereinbarung vor oder nach den Lehrveranstaltungen im Geschäftszimmer des Philosophischen Instituts.
Aktuelles
Zur Kommunikation im Semester und zur Belegung von Lehrveranstaltungen gibt es mittlerweile das HISLSF. Eine Anmeldung ist zur Belegung und Anmeldung von Leistungsnachweisen erforderlich. Sie ist ansonsten auch sinnvoll, um Terminänderungen und andere wichtige Informationen über Email zu erhalten.
Termine
In den Vorbesprechungen der Seminare
wird den Teilnehmern auch ein Semesterterminplan ausgehändigt.
Aktuelle Änderungen werden über das HISLSF mitgeteilt.
Hörerexemplare
Studierende können Exemplare einiger meiner Bücher zum Autorenpreis bei mir erhalten. Ebenso gibt es einige Restexemplare von älteren Büchern.
Lehrveranstaltungen
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| WS 2011 |
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Gödel,
Escher, Bach befasst sich zum einen mit Phänomenen der Selbstreferenz.
Diese treten in sehr verschiedenen Bereichen auf. Zum philosophische
Allgemeinwissen gehört eine grobe Idee von Gödels Unvollständigkeitstheoremen,
die damit zusammenhängen, dass viele formale Systeme bzw. formale
Sprachen auch (partiell) über sich selbst reden können,
sodass selbstreferentielle Sätze oder sogar Paradoxien auftreten.
Die Bilder Eschers sind selbstreferentiell, indem in ihnen auch das
Abbilden thematisch wird, oder sogar das Erzeugen von Bildern in Bildern
auftritt. Die Musik Bachs spielt mit der musikalischen Form, die sie
aufweist, und bildet sie nocheinmal ab. Zentral scheint Selbstbezüglichkeit
auch für das Bewusstsein und die Kognition. In Verbindung mit
dem ersten Thema (Selbstreferenz) liefert Gödel, Escher,
Bach daher auch eine Einführung in die Grundlagen der Kognitionswissenschaften
und das Computermodell des Geistes sowie allgemein in die damit zusammenhängenden
Theorien formaler Systeme. Hoftstadter erläutert dabei die Sachthemen
jeweils auch durch ein kapitelbezogenes literarisches Zwischenspiel.
Diese Struktur und die klare Darstellung machten das Buch zu einem
äußerst erfolgreichen populären Sachbuch. (Besonders
tiefe Logikvorkenntnisse sind daher auch nicht erforderlich.) • AS: Jean Paul Sartre, Das Sein und das Nichts, Freitag, 16.30 - 18 Uhr (s.t.) Das
Sein und das Nichts ist der philosophische Klassiker
des Existentialismus. Sartres Popularisierungen in einigen kleineren
Schriften und in seinen Dramen und Romanen gehen allesamt auf das
dort entwickelte System und die entsprechenden Analysen und Thesen
zurück. Trotz einiger Ergänzungen in späteren Werken,
die insbesondere die fehlende Ethik und politische Theorie betreffen,
legt Das Sein und das Nichts die Grundzüge der Philosophie
Sartres bis in sein Spätwerk und seine literaturwissenschaftlichen
Arbeiten fest. |
| SS 2012 |
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Das Seminar erarbeitet das Lehrbuch Computability and Logic (5. Aufl. 2007) von George Boolos, John Burgess and Richard Jeffrey. Behandelt werden sowohl Grundbegriffe der Theorie der Berechenbarkeit (wie Turing-Maschinen und rekursive Funktionen) als auch die grundlegenden Themen der Meta-Logik (wie deduktive Vollständigkeit und Unentscheidbarkeit). Das Buch und damit das Seminar stellt insbesondere auch den Zusammenhang dieser Bereiche dar. Dabei werden auch grundlegende Methodiken wie Arithmetisierung und Modelltheorie vorgestellt. Das Buch enthält zwar Kapitel, die kurz noch einmal die Prädikatenlogik Erster Stufe wiederholen, sichere Kenntnisse derselben sind aber eigentlich Voraussetzung zum Verständnis der fortgeschritteneren Themenbereiche. • AS:
Freges Philosophie der Logik und Mathematik, Freitag,
16.30 - 18 Uhr (s.t.) Frege
gilt als einer der Begründer der modernen Logik. In seiner Begriffsschrift
treten zum erstenmal die Aussagenlogik und die Prädikatenlogik
Erster Stufe als Teilsysteme auf. Frege erreicht dies durch seine
neue Theorie der Quantifikation sowie sein grundlegendes Verständnis
von Begriff/Funktion und Gegenstand/Argument. Im Gegensatz zu anderen
Logikern des 19 Jhdt, (etwa Boole) steht bei Frege dabei die Idee
des Formalen Systems und der Formalisierung der (mathematischen) Sprache
im Vordergrund. Frege reflektiert daher auch auf die logische Struktur
und semantische Unterscheidgungen in der normalen und der idealen
Sprache. Auf die dabei zutage tretenden logischen Grundbegriffe sollen
alle mathematischen Begriffe zurückgeführt werden - dies
ist Freges Programm des Logizismus. Freges diesbezügliche Axiomatisierung
der Grundgesetze der Arithmetik (die auch eine Mengenlehre
enthalten) ist aufgrund der berühmten Russell Antinomie, die
sich in der ursprünglichen Fassung von Freges Buch Grundgesetze
der Arithmetik herleiten lässt, etwas in Verruf gekommen.
Tatsächlich lässt sich aber in einer korrigierten Fassung
des Systems die Reduktion der Arithmetik auf die logischen Begriffe
(wie den des Begriffsumfangs und der Korrespondenz) durchführen.
Dies nennt man "Freges Theorem". |
| WS 2012 |
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• AS: Russells Philosophie der Logik und Mathematik, Mittwoch, 16.30 - 18 Uhr (s.t.)
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(C) Manuel Bremer